Vorstellung „Twilight Dragon“ – ein Yugioh Drachen Deck

Von den derzeitige Top Decks ist das Twilight Dragon (manchmal auch Chaos Dragon genannt) das wohl mit Abstand günstigste. Einfach 3x das Structure Deck: Dragons Collide kaufen, ein paar Einzelkarten ergänzen und eigentlich ist man auch schon fertig. Besonders attraktiv ist das Deck, weil es weitestgehend auf ein Extra Deck verzichten kann. Mit Galactic Overlord ändert sich das ein wenig, da das Dragon theoretisch Zugriff auf die neuen spielstarken Rang 6 Xyz hat, aber in der Praxis wird man auch diese wohl nur in Ausnahmesituationen rufen wollen. Aber werfen wir doch zunächst einen Blick auf eine beispielhafte Deckliste. Ich habe mich hier für das Deck von Lukas Prinz entschieden, dass er beim State Open Championship Hamburg/Schleswig-Holstein gespielt hat. Mit diesem Deck schaffte es Lukas bis ins Halbfinale.

3 Lichtpulsar-Drache
3 Finstereruptions-Drache
3 Chaos Hexer
3 Verdunkelungslindwurm
3 Lyla, Lichtverpflichtete Zauberin
3 Ryko, Lichtverpflichteter Jäger
2 Rotäugiger finsterer Metalldrache
2 Tragödia
2 Kartenkavallerist
1 Sangan
1 Finsterer Bewaffneter Drache
1 Schwarz Glänzender Soldat – Gesandter des Anfangs
1 Ehren, Lichtverpflichteter Mönch
1 Gorz, Gesandter der Finsternis
3 Donnerkönig Rai-Oh

3 Solarwiederaufladung
1 Angriff der Lichtbrigade
1 Verlockung der Finsternis
1 Schwarzes Loch
1 Wiedergeburt
1 Schwerer Sturm

Side Deck
3 Elektrischer Virus
3 D.D. Krähe
3 Effektverschleierin
3 Mystischer Raum-Taifun
3 Königlicher Erlass

Extra Deck (nicht zwingend notwendig)
1 Verbündeter der Gerechtigkeit Catastor
1 Brionac, Drache der Eisbarriere
1 Schwarzer Rosendrache
1 Schrottdrache
1 Arcanitmagier
1 Antiker Heiliger Lindwurm
1 Aufzieh-Zenmei-Minen
1 Leviair, der Meeresdrache
1 Nummer 17: Leviathan-Drache
1 Nummer 39: Utopia
1 Stahlschar-Schabe
1 Aufzieh-Arsenal Zenmeioh
1 Nummer 20: Giga-Brillant
1 Nummer 12: Crimson Rüstungsninja
1 Chimeratech-Festungsdrache

Was bei diesem Deck sofort auffällt ist, dass Lukas fast alle Karten in ihrer maximal erlaubten Anzahl spielt. Selbst das Side-Deck folgt dieser Maxime. Die Idee dahinter ist, das Deck besonders konstant zu machen, also möglichst in jedem Duell und Spiel die gleichen Karten auf der Hand zu haben. Gleichzeitig wird das Deck so auch einfacher zu spielen und man macht als Spieler weniger Fehler. Je länger das Turnier dauert und je mehr man mit der eigenen Müdigkeit kämpft, desto wichtiger kann dieser Faktor werden. Allerdings macht es das Deck auch ein wenig unflexibel und ausrechenbar. Aber es ist schön, diese Philosophie der Kartenanzahlmaximierung in seiner Reinform bewundern zu können.

Das Drachendeck hat im Prinzip nur ein übergeordnetes Ziel: Man versucht die Kombo aus Rotäugiger finsterer Metalldrache und Lichtpulsar-Drache aufs Feld zu bekommen. Das tolle an dieser Kombo ist: Wird der Lichtpulsar-Drache zerstört kann dieser einen Metalldrachen spezialbeschwören. Der Metalldrache wiederum kann den Lichtpulsar wiederbeleben. Und schon sind beide Monster wieder auf dem Feld. Spätestens wenn der zweite Rotauge im Friedhof ist, ist dieses Feld nur noch ganz schwer zu knacken.

Im Prinzip ist es ausreichend, beide Monster in den Friedhof zu bringen. Von dort aus kann der Lichtpulsar dank seines Effekts wieder aufs Feld beschworen werden. Sobald er zerstört wird, kommt der Metalldrache und der ruft den Lichtpulsar zurück. Um die beiden Monster dann auch auf den Friedhof zu bekommen, dafür spielt das Deck eine Lightsworn-Engine bestehend aus Lyla, Lichtverpflichtete Zauberin, Ryko, Lichtverpflichteter Jäger, Angriff der Lichtbrigade, Solarwiederaufladung und Kartenkavallerist. All diese Karten bringen Karten vom Deck auf den Friedhof. Gleichzeitig lassen einen die beiden Zauberkarten und der Kavallerist schneller durchs Deck ziehen. Neben der Kartenanzahlsmaximierung ist dies der zweite Grund für die große Konstanz, die das Deck an den Tag legt.

Das Deck ist aber nicht nur aufgrund dieser einen Kombo so gefährlich. Allein ein Feld aus Rotäugiger finsterer Metalldrache und Lichtpulsar-Drache hat schon 5300 Angriffspunkte. Kommt aber noch ein weiterer Drache wie Finstereruptions-Drache dazu, dann ist man schon ganz nah an der magischen 8000 dran, die für einen OTK reichen würden. Spätestens wenn das Duell ein paar Züge alt ist, kann das Deck also jeder Zeit zum vernichtenden Schlag ausholen.

Die hohe ATK seiner Monster ist aber nicht nur deswegen erwähnenswert. Aktuell gibt es nämlich kaum ein anderes Deck, dass so starke Monster beschwören kann. Selbst die mächtigen Evolzar Laggia und Evolzar Dolkka haben den 2500 Angriffspunkten von Lichtpulsar-Drache nichts entgegen zu setzen. Insbesondere aus diesem Grund wird dem Deck ein unglaublich gutes Match-Up gegen das Rabbit Laggia zugeschrieben. Nur selten müssen sich die Drachen den Hasen und Dinosauriern geschlagen geben.

Aufgrund des günstigen Preises und der jüngsten Erfolge des Decks ist damit zu rechnen, dass sehr viele Spieler auf den anstehenden Nationals auf dieses Deck setzen werden. Man sollte sich mit diesem Deck also sehr gut vertraut machen und viel mit und gegen dieses Deck testen, um eine gute Chance auf den Sieg zu haben.