Yu-Gi-Oh! Basics oder: Wie kann ich mich verbessern?

Thomas Vo hat auf TCGPlayer einen meiner Meinung nach sehr guten Artikel veröffentlicht, der zwar nur die Basis-Mechanismen aufzählt, aber trotzdem enorm helfen kann, das eigene Spiel zu verbessern: Lets start with the Basics.

Ausgegangen ist Thomas von dem Volcanic/Black Garden Deck seines Kumpels, der durch das Befolgen dieser Regeln selbst mit einem aktuell wenig gespielten und als weniger spielstark angenommenen Deck auf einer amerikanischen YCS zunächst 6:0 stand. Welche Basis-Regeln das sind, haben wir für euch im Folgenden auf Deutsch zusammengefasst.

1. Teste Teste Teste
Der Einzige Weg, um wirklich besser zu werden, ist es, zu spielen. Am Besten, indem man sich die stärkeren Decks selber zusammenbaut. Dazu braucht man keine teuren Karten – wenn man nur für sich selber unter Freunden testet, reichen beschriftete Common Karten („Proxies“) vollkommen aus. Wenn man richtig systematisch vorgehen will, empfiehlt Thomas, gegen jedes Deck mindestens 6 Duelle zu spielen. Davon 3 Mal als Startspieler, und 3 Mal als zweiter Spieler. So bekommt man ein Gefühl für die Stärken und Schwächen der gegnerischen Decks.
Diverse Online-Plattformen sind auch eine Alternative. Allerdings sollte man da immer dran denken, dass der menschliche Aspekt fehlt.

2. Beachte auch dein Sidedeck
Dein Sidedeck macht aus, wie du dich in Runde 2 und gegebenenfalls Runde 3 schlägst. Also solltest du dir nicht nur um das Main Deck, sondern auch um das Side Deck Gedanken machen.
Natürlich sollten die Sidedeckkarten mit dem Main Deck funktionieren. Aber auch auf den ersten Blick unpassende Karten können Wirkung zeigen.
Nach seiner Meinung gibt es 4-7 Karten, die aktuell in jedes Side-Deck gehören:

  • 2 Cyber Drachen: Seine Stärke liegt darin, aktuell starke Beatsticks wie Thunder King einfach überennen zu können. Außerdem kann er mit dem populären Zenmaines auf der gegnerischen Seite eine Kontaktfusion eingehen zu Chimeratech Festungsdrache.
  • 2 Licht schnorren: Die Karte kann beinahe im Alleingang Feen-Decks besiegen.
  • 3 Seelenschnitter: Für Rabbit-Decks ein riesen Problem, da der Schnitter nicht so leicht kaputt geht.

3. Lerne aus deinen Fehlern
Gib nicht einfach deinem Gegner die Schuld, dass er einfach nur Glück hatte. Überdenke noch einmal das Spiel und finde heraus, ab wo sich das Spiel zu Gunsten deines Gegners gedreht hat. Die Lebenspunkte-Notizen können dabei helfen. Nach dem Spiel kann man sich auch noch ein paar Notizen dazu machen, um aus dem vergangenen Spiel lernen zu können.
Thomas meint, dass man immer mal wieder Fehler macht. Aber selbst wenn der Fehler das Duell entscheided – zum Matchverlust gehören immer 2 Losses.

4. Schaue zu und lerne
Es kann enorm helfen zu sehen, wie andere mit deinem Deck spielen. So kannst du neue Kombos und Strategien erkennen, auf die du alleine noch nicht gekommen bist.
Außerdem kann es helfen, sich in andere Spieler hineinzuversetzten: Warum haben sie diesen und jenen Spielzug gemacht? Warum spielen sie diese Karte? Weshalb haben sie diese und jene Strategie gegen einen Decktyp gemacht? Diese Fragen, direkt an die Spieler gerichtet, können dir wichtige Erkenntnisse bringen.

5. Mind Games
Mache zwischendurch mal ein paar Gedankenübungen. Das beste Beispiel sind die Duell Rätsel auf den Yugioh DS Spielen. Sie zwingen dich dazu, auch mal andere Wege zu denken. Außerdem können sie Ideen für neue Decks erzeugen. Auf jeden Fall aber verbesserst du dein taktisches und strategisches Denken. Schach und ähnliche Spiele sind ebenfalls super geeignet: Solche Spiele zwingen dich, eine Züge im Voraus zu planen.

Fazit:
Thomas ist überzeugt davon, dass es nicht das Deck ist, das über Sieg oder Niederlage entscheidet. Es ist also nicht der Geldwert allein, der einem Siege bringt. Seiner Meinung nach kann man mit jedem Deck andere Decks schlagen, solange man lange genug daran und an seinen Spieltechniken arbeitet.

Eine sehr interessante Aussage am Ende. Meint ihr auch, dass man mit wirklich jedem Deck und einem extrem schlechten Match-Up gewinnen kann?

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