Aus der Gerümpelkiste: „Fluch des Anubis“

Nach einiger Zeit, in der mein alter PC nur noch zum Internetgebrauch fähig war, habe ich passend zur Weihnachtszeit einen Neuen bekommen. Nun kann ich auch wieder Artikel schreiben, zudem möchte ich an dieser Stelle dem lieben Sinthoras ein Geschenk machen, der lange darauf warten musste. Es handelt sich hierbei um einen kleinen Einschubsartikel, der mir schon länger auf der Seele gebrannt hat.

Worum geht es heute? Es geht um den berühmten „Fluch des Anubis“, genauer gesagt ein Mythos unter den Spieler. Einige Spieler glauben daran, andere nicht, aber womit hat der Fluch es auf sich? Es wird behauptet dass ein Spieler welcher die Vorrunde „zu Null“ gegangen ist nie das Turnier gewinnen kann. Er kassiert den Fluch.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, ein wenig zu recherchieren. Und tatsächlich. Bei den letzten größeren Turnieren, sei es das „Card Wars Bochum“, oder auch das „Colonia sucht den Superduellanten“, wie auch die Summertour in einigen Städten, nie hat ein Spieler gewonnen der zu Null stand. Auch bei der Deutschen Meisterschaft nicht. Immer war es ein anderer. Aber ich war nicht untüchtig, ich wollte Gegenbeispiele.

Tatsächlich wurde ich auch fündig. Allerdings ist dies auch Urzeiten zurück, so hat ein gewisser Phillip Ibis die Pharao Tour (!) Duisburg 2006 zu Null geholt. Na gut, ich gebe zu das Beispiel ist sehr weit hergeholt, nehmen wir mal was neueres.

Wer erinnert sich noch an Vinzent Reckling und die Deutsche Meisterschaft 2010? Wer stand zu Null? Oh, sorry keiner…….

Nehmen wir uns doch mal einige Yu-gi-oh! Championchip Series vor, hier als erstes die in Bochum 2010. Gespielt wurden genau 8 Runden. Der Gewinner hieß damals Michel Grüner und ratet mal wer zu Null stand, nach genau 8 Runden. Richtig, der Michel. Da haben wir doch ein recht aktuelles Beispiel. Gut aktuell ist was anderes, aber für den Zweck reichts.  Gehen wir doch mal weiter. Was gab es in diesem Jahr? Richtig , wieder die Deutsche Meisterschaft!

Der Gewinner hieß ja bekanntlich Markus Wichmann, aber stand dieser zu Null? Nein leider nicht. Auch bei den Metropolitan Masters stand der Gewinner nicht zu Null. Erschreckend. Es gibt selbstverständlich noch weitere Beispiele, so unter anderem  das Darklord Turnier in Köln vom 9.4. Adam Corn setzte sich nach 7 Vorrunden mit 7:0, aber gewonnen hat Sergej Herter.

Man könnte diese Liste unendlich ins Lange weiterführen. Aber irgendwann muss man schließlich zu einem Ergebnis kommen. Zudem habe ich nur größere Turniere ab 70 Teilnehmer berücksichtigt .Denn dort spielt dieser Faktor die wichtigste Rolle (aus genommen das „CSDS“).

In meinen Augen, und nach meinen Recherchen gewinnen nur geschätzte 20% der Spieler welche in der Vorrunde zu Null standen ein Turnier. Ich nehme nur Bezug auf Turniere hier in Deutschland. Wer die genauen Werte will, muss leider selbst nachgucken.Dies ist jetzt eine grobe und plumpe Zahl die
ihr sieht, uns interessiert jetzt aber primär was anderes. Woran liegt jenes?

Eine vollkommen richtige Antwort gibt es leider nicht. Man kann nur spekulieren. Sind die Spieler zu nervös? Oder ist es nur Zufall? Ist eine höhere Macht im Spiel? Wohl eher nicht.

Ich tippe eher auf den Zufall der solches verhindert. Natürlich kann es auch sein dass die Spieler in der Vorrunde nur gute Match Ups oder schlechte Gegner hatten. Aber genau sagen kann man es nicht.

Mich interessiert eure Meinung? Wie sieht ihr das? Welche Gründe hat dieser „Fluch“, den es ja zu geben scheint? Warum ist das so, und ist euch das auch schon passiert? Wenn ihr die Fragen beantworten könnt, oder andere konstruktive Kritik habt dann lasst es mich hier im Forum wissen! Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, und somit bis zum nächsten Mal zu „Aus der Gerümpelkiste“!

MFG geheimnisman3

(PS: Und Frohe Weihnachten euch allen noch!)

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